Odyssee zum Unterschleißheimer See

Die heutige Runde stand unter dem Motto „Nicht schön aber viel“. Wobei der Teilnehmerkreis eher „nicht viel und auch nur begrenzt schön“ war. So holte ich 18Tom60 zu Hause ab und wir machten uns auf den Weg Richtung Unterschleißheimer See. Der Plan war es, die 8 Caches um den See zu heben und dann noch das angrenzende Industriegebiet von Grün nach Gelb zu drehen. An sich ein guter Plan, leider jedoch wurde 18Tom60 zum Navigator für die Anreise bestimmt. Dank Verwendung des von mir regelmäßig als zu ungenau angeprangert Google Maps (ich bevorzuge die OSM Karten) lotste mich 18Tom60 auf dem maximal umständlichen Weg, wobei wir den See, also das angedachte Zielgebiet erst mal weiträumig umfuhren. Als wir uns dem See dann schließlich von Norden her näherten (wir kamen eigentlich von Süden) standen wir plötzlich vor einer verschlossen Schranke. Mangels Akkuflex hatte wir nun die Wahl zwischen Umkehren oder hier zu parken und den Rest laufen. Der laut eigener Aussage ortskundige Navigator (ja, ich hätte schon viel früher stutzig werden sollen… ) entschied sich für die zweite Variante. Aufgrund meines bis hierhin leider immer noch grenzenlosen Vertrauens prüfte ich die Entscheidung nicht nach und so liefen wir los in die Nacht hinein. Warum ich seinen Entschluss nicht angezweifelt habe, ist mir im Nachhinein schleierhaft und wohl auf übermäßige Bequemlichkeit zurückzuführen. Dies sollte sich jedoch rächen, denn bequem sieht anders aus.

Nachdem wir den ausgiebigen Marsch zum See hinter uns gebracht hatten, ging es direkt ans Suchen-Finden-Loggen. Entsprechend unserer Expertise ging es zügig voran und schon bald durften sich einige Logbücher mit unseren Namen schmücken. Als wir den See halb umrundet hatten, stellte der „Ortskundige“ fest, dass es hier etliche Parkplätze gäbe, wodurch die folgenden Caches eigentlich schon fast Drive-Bys wären, hätte man denn das Auto nicht 1 km entfernt geparkt. Aber was solls, Bewegung tut ja angeblich gut. Und so loggten wir munter weiter. Wobei hier dann doch auch ein paar schöne Caches dabei waren, bei denen sich die Owner wohl einige Mühe gemacht hatten.

Nach Umrundung des Sees stand dann also wieder die Rückwanderung zum Fahrzeug an. Als wir dieses erreicht hatten, peilen wir unser neues Ziel, das Industriegebiet von Lohhof an. Hier lief die Navigation deutlich besser, ich musste nur selten nachbessern.

Ein erwähnenswertes Highlight war unsere Suche nach dem Cache „Hl. Florian hilf“. Wie es so unsere Art ist suchten wir einfach mal drauf los, ohne dem Listing größere Beachtung zu schenken. Als dann nichts gefunden wurde, wurde erst mal der Hint gelesen. Nach mehreren abenteuerlichen Interpretationsversuchen, die zu keinem Fund führten, beschlossen wir doch das Listing zu lesen. Diese beginnt mit den Worten:

„WICHTIGER TIPP: Beschreibung lesen hilft (…)“

Oha. Beschreibung gelesen, Cache gefunden, geloggt, über die vertanen 20 Minuten geärgert und weiter.

Es wurden noch die restlichen Caches in der Nähe eingesammelt und aufgrund der späten Stunde, weil morgen wieder arbeiten angesagt ist und weil unsere Frauen bereits anfingen Lebenszeichen von uns zu erfragen, machten wir uns auf die Heimreise.

Alles in allem ein schöner, aufschlussreicher und spaßiger Abend mit insgesamt 20 Funden (ohne einen einzigen DNF). Und 18Tom60 hat sich bestimmt meist besser angestellt, als dieser subjektive Text vermuten lässt.

TftC(es)

3 Kommentare

  1. Thomas Grünwald

    Vielen Danke für diesen Beitrag.
    Eine detaillierte Diskussion wegen des Anfahrtsweges werden wir noch führen. Ich erinnere mich da an ein paar Situationen wo du den Weg versucht hast zu erklären

  2. The Real Joschi

    Das nächste Mal bin ich wieder dabei.

  3. Pingback:Jetzt wirds olympisch! - frischluft-junkie

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